Mieterverein Dortmund - Nr. 83

Mieterforum I/2026 12 ::: Mietrecht Foto: pixabay Seit 2021 fällt für Gas und Öl eine CO2-Steuer an. Grundsätzlich gilt: Je höher der CO2-Verbrauch, desto höher die Kosten. Wer also seine Heizung mit diesen Energiequellen betreibt, muss entsprechend mehr zahlen. Das gilt auch, wenn Nah- oder Fernwärme nicht ausschließlich durch erneuerbare Energien gewonnen werden. Damit soll der Umstieg auf CO2-neutrale Heizungen vorangetrieben werden. Die Steuer fließt in den Klima- und Transformationsfonds (KTF), der unter anderem auch den Umbau von Heizungen fördern soll. Wer zahlt die Steuer? Mieter:innen stehen hier vor einem Dilemma. Sie haben in der Regel keinen Einfluss auf die Heizart, müssen aber die anfallende CO2-Steuer zahlen, weil sie auf die Heizkostenabrechnung umgelegt wird. Seit 2023 gibt es immerhin ein Stufenmodell, das diese Mehrkosten in vielen Fällen aufteilt. Der Grundgedanke: Je energieeffizienter das Haus ist, desto mehr wird der CO2-Ausstoß durch Mieter:innen verursacht. Umgekehrt: Je schlechter der Zustand ist, desto höher ist der Anteil, den Vermieter:innen zahlen müssen. Die tatsächliche Aufteilung orientiert sich allerdings an dem CO2-Verbrauch pro Quadratmeter. Das bedeutet: Bei geringen Verbräuchen werden eher Mieter:innen die CO2-Abgabe komplett zahlen, bei hohen Verbräuchen werden die Kosten aufgeteilt – unabhängig vom Gebäudezustand. Diese Aufteilung der CO2-Steuer muss in der Heizkostenabrechnung erfolgen. Geschieht dies nicht, oder nicht ausreichend, kann gegen die Abrechnung Widerspruch eingelegt werden. Wichtig: Auch Mieter:innen mit Gasetagenheizung oder Nachtspeicheröfen können sich Geld von ihren Vermieter:innen zurückholen. Der Weg ist allerdings etwas komplizierter (s. Infokasten). Wie hoch sind die Kosten? Wie viel CO2-Steuer für eine Wohnung anfällt, hängt von der verbauten Heizung, der Wohnungsgröße und natürlich dem Zum Jahreswechsel wurde die CO2-Steuer erneut erhöht. Planmäßig zum letzten Mal nach festen Vorgaben. Ab 2027 soll sich dies grundsätzlich ändern. Doch wie stark sind die Auswirkungen in den Heizkostenabrechnungen? Droht ein weiterer Preishammer? Und wie können sich Mieter:innen das Geld – zumindest anteilig – zurückholen? Mieterforum gibt einen Überblick. CO2-Steuererhöhung Unklare Kostenentwicklung

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