Mieterverein Dortmund - Nr. 85

Mieterforum III/2026 14 Beispiele werden komplizierte, streitanfällige Mietspiegel, eine Mietpreisbremse ohne wirksame Kontrolle sowie ein praktisch zahnloser Wuchertatbestand aufgeführt. Ausgehend von dieser Bestandsaufnahme nennt das Konzept mehrere Stellschrauben, an denen die politischen Entscheider:innen drehen könnten, um das Mietrecht zu reformieren. So sieht das Gutachten zum Beispiel die Einführung einer gesetzlichen Indexmiete, als Ersatz für den Mietspiegel, eine Sozialvermietungspflicht für Vermieter:innen Alle zwei Jahre lässt der Deutsche Juristentag zu einem aktuellen Rechtsthema ein Gutachten erstellen, das als Diskussionsgrundlage und Empfehlung an die Politik dienen soll. Das Thema für die diesjährige Tagung Mitte September in Erfurt lautet „Wohnen für Alle“. Verfasst wurde es von Prof. Dr. Markus Artz von der Universität Bielefeld und Prof. Dr. Arnold LehmannRichter von der Hochschule für Wirtschaft und Recht, Berlin. Ihr Befund: Das be- stehende System zeige handfeste Schwächen, sowohl bei der Kontrolle laufender Mieterhöhungen als auch bei der Ausgangsmiete für Neuvermietungen. Als sowie weitere Reformen bei Betriebskosten und Modernisierungsumlage als geeignete Maßnahmen. Mieten erhöhen! Für den meisten Gesprächsstoff sorgt ein Vorschlag zur sogenannten Preisschere zwischen Alt- und Neumieten. Wer schon lange in seiner Wohnung lebt, zahlt oft deutlich weniger als jemand, der heute neu anmietet. Ein Umzug aus der noch günstigen großen Wohnung in eine kleine – meist teurere – Wohnung ist unattraktiv. Die Lösung der Gutachter: die Bestandsmieten sollen einmalig oder Foto: insta: @laurenz.garbo Aktuell wird so intensiv über die Zukunft des Mietrechts diskutiert wie selten zuvor. Ein Thesenpapier für den Deutschen Juristentag stellt mehrere Reformmodelle zur Debatte. Mieterschützer:innen und Forschung widersprechen einem zentralen Vorschlag deutlich. Parallel dazu bringt die Linksfraktion im Bundestag den Vorschlag für einen bundesweiten Mietendeckel auf den Weg. Wir zeigen die aktuellen Forderungen. ::: Titel Mieter:innen schützen Deckeln nicht erhöhen!

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