Mieterverein Dortmund - Nr. 83

Mieterforum I/2026 7 ::: Wohnungspolitik Im Zuge des Ukrainekrieges stiegen die Preise für Gas- und Strom in ungeahnte Höhen. Die damalige Bundesregierung reagierte mit einer Preisbremse, um Verbraucherinnen und Verbraucher vor zu hohen Heizkosten zu schützen. Diese Regelungen liefen 2024 aus. Bei Mieter:- innen mit Zentralheizungen kamen die hohen Heizkosten für das Jahr 2024 aber teilweise erst Ende 2025 mit der Heizkostenabrechnung an. Zum Zeitpunkt des Eckpunktepapiers zur Überarbeitung des sogenannten Heizungsgesetzes schienen sich die Energiepreise wieder etwas zu normalisieren. Trotzdem gingen viele Fachleute davon aus, dass die nun angeforderten Anteile an Grüngas zu deutlichen Kostensteigerungen bei Mieter:innen führen könnten. Angesichts des Krieges am Persischen Golf, stellt sich die Frage, ob die seinerzeit befürchteten hohen Preise, heute nicht schon fast als günstig bezeichnet werden könnten. Ist es schon wieder Zeit für eine neue Preisbremse? Beide Entwicklungen zeigen, wie abhängig unsere Energieversorgung immer noch von der Weltlage ist. Entscheidend ist daher, dass wir endlich einen Weg finden unsere Häuser unabhängiger warm zu bekommen. Hier spielt der Energieträger eine entscheidende Rolle. Mindestens genauso wichtig ist es aber auch, dass die Gebäude weniger Energie verbrauchen. Wir brauchen nachhaltige Strategien dafür, wie das bezahlbar gelingen kann. Sonst wird die warme Wohnung irgendwann zum Luxusgut. Aus der Perspektive von Mieter:innen betrachtet glänzt das bisher vorgelegte Eckpunktepapier mit großen Lücken. (mar) Kommentar Abhängigkeit kostet

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