Mieterverein Dortmund - Nr. 64

Mieterforum II/2021 16 Foto: pixabay ::: Wohnungspolitik wahrzunehmen. Vor der Wahl zeigten sich vor allem SPD, Grüne und Linke offen für einen stärkeren kommunalen Woh­ nungsbau. Inzwischen ist auch die CDU Seit der Wahl im September taucht das Thema immer wieder in der Stadtpolitik auf. Wirklich Bewegung war, zumindest von außen betrachtet, aber lange nicht Große Verwunderung herrschte beim Mieterverein Dortmund über die zwi­ schenzeitlichen Pläne zum Verkauf von DOGEWO21 Gesellschafteranteilen durch DSW21 an den Mitgesellschafter Spar­ kasse Dortmund. Die Sparkasse muss Investitionen finden, um Niedrigzinsen zu verhindern. „Die Pläne waren offen­ sichtlich durch Interessenlagen auf Seiten der Stadttöchter Sparkasse und DSW21 begründet. Wie DOGEWO21 seine Rolle als mittelbar-kommunales Wohnungsun­ für ein stärkeres städtisches Engagement. Gemeinsam mit den Grünen stellte sie einen Antrag, der die Stadt auffordert, ein Konzept vorzulegen, wie die Stadt über ihre Stadtentwicklungsgesellschaft (DSG) und die DOGEWO21 stärker in den Neubau einsteigen kann. Auch Neu- Oberbürgermeister Westphal stellte in seinem Podcast die Gründung einer neuen Gesellschaft vor. Im Mai wurde bekannt, dass die Stadt an einer Vorlage arbeitet, um die DSG personell und finanziell besser auszustatten. Das Unternehmen soll künf­ tig sowohl neue Wohnungen bauen als auch bestehende übernehmen und sanie­ ren. Der Mieterverein begrüßt, dass es bei diesem wichtigen Thema vorangeht. Für eine abschließende Bewertung lagen bis zum Redaktionsschluss jedoch zu wenig Informationen vor. Wir bleiben am Ball! Kommunaler Wohnungsbau Einigkeit und erste konkrete Ideen Dogewo Spielball im Konzern Stadt? Mindestens 500 neue Wohnungen jährlich im Kommunalen Wohnungsbau seien nötig, um einen korrigierenden Einfluss auf den Wohnungsmarkt ausüben zu können. Dies forderte das Bündnis „Arm in Arm“ zur Kommunalwahl 2020. Neben privaten Investoren sollte auch die Stadt Wohnungen bauen. ternehmen für bezahlbare und soziale Wohnungsan­ gebote noch besser ausfül­ len kann, spielte scheinbar keine Rolle“, sagte Geschäfts­ führer Tobias Scholz. „Die Zukunft von DOGEWO21 muss daher vor allem aus wohnungspolitischer Perspektive diskutiert werden. Die Wohnungen der DOGEWO21 dürfen kein Spielball im ,Konzern Stadt‘ sein.“

RkJQdWJsaXNoZXIy NDcxMjk=